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Ringarinčica

Lieder von Zuwanderern

In St. Jakob gibt es keine Fremden, dachte ich. Plötzlich waren sie da, auf der Straße und im Supermarkt. Ihre Kinder gingen mit unseren zur Schule. Sie hatten Smartphones und Tablets. Wir übersahen, dass sie zuhause das alles gehabt hatten. Eigentlich sollten sie doch arm sein! Und wir hatten Angst. Alles können wir akzeptieren, verschmutzte Luft, Landflucht, untätige Politiker, heulende Schneekanonen. Aber diese Fremden? Mirko vertraute auf Annäherung durch Musik und begann zu sammeln. Fremde Lieder, fremde Welten. Beim Projekt Ringarinčica singen neben unseren Kindern auch Zuwandererkinder. Manchen von ihnen war das Singen sehr fremd. Sie suchten lange und mühevoll den richtigen Ton, bis sie ihn fanden. Mit Einsatz und Begeisterung zeigten uns unsere Kinder, dass es Verständigung und Gemeinsamkeit gibt. Zwischen Schule, Sport und Schneekanonen fand sich Zeit, Unbekanntes kennenzulernen. Die Einen lernten Schifahren, die Anderen etwas über ein fremdes Leben. Und nun singen sie hier alle gemeinsam.

(CD-Booklet, Vorwort von Ute Lambauer)

Booklet_Rozce_Ringarincica.pdf [3.2 MB]